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Berlin Pavilon and Festival Center in Hong Kong

In Praise of the Void II

 

Nikolaus Knebel, Alexander Moers, Stefan Rethfeld with Rocco Yim Architects (2000) 

 

published in SPACE (Hongkong), (2000), Vol. 24  Dec 2000, Cassidy, Kaly: Your Vision Counts, S. 122-127, ISSN 1022-5609 

 

 hongkong opening

 

 

Hongkong und Berlin, gegensätzlicher können zwei Städte nicht sein. Während die eine ihre Urbanität aus Dichte und Kompaktheit erfährt, spürt man in der anderen Fragmentierung und Leere. Im Spannungsfeld dieser Stadtkulturen organisierte das Goethe Institut das ‚Festival of Vision: Berlin in Hongkong’. Wir wurden gefragt, zusammen mit einem Architekten aus Hongkong ein temporäres Festival-Center aus Bambus zu entwerfen, und unseren Berlin-Pavillon dort zu integrieren.

 

 

hongkong highrise

 

 

Das Festival sollte auf einem Platz stattfinden, der zwar zentral, aber dennoch isoliert in der sonst so lebhaften Stadt liegt. Daher schlugen wir vor, das Festivalcenter so aufzubauen, dass es als Verbindungsglied zwischen zwei Lebensadern der Stadt wirken, und die Ausstellung der Arbeiten aus Berlin in das Stadtleben von Hongkong einfliessen kann. Das 180 Meter lange Festival-Center, das in traditioneller Bambuskonstruktion gebaut wurde, dockte auf der einen Seite an einen für Hongkong typischen, die Hochhäuser verbindenden 'walkway' an und erstreckte sich bis zur Uferpromenade des Hafens. Dazwischen reiht sich eine Abfolge von Ausstellungs- und Veranstaltungsbereichen auf, in der aktuelle Berliner Kunstwerke gezeigt und ein Podium für Diskussionen geschaffen wurde.   

 

 

hongkong bamboo

 

 

Der Berlin-Pavillon wurde an einer zentralen Stelle in die Bambusgallerie eingebaut. Von dort aus konnte man die auf den Stoff gedruckten Bilder der leere Räume aus Berlin gegen den Hintergrund der dichten Skyline von Hongkong sehen. Im Stadtleben von Hongkong zeigte sich Berlin als Stileben.