Eickhoff Forum
Umbau eines Werkskinos
Knebel & von Wedemeyer Architekten BDA (2004)
Architekturpreis BDA-Bochum 'Auszeichnung guter Bauten in NRW' 2007

Die Gebr. Eickhoff Maschinenfabrik GmbH & Co. KG zeichnet sich durch eine besondere Unternehmenskultur aus. Aus diesem Selbstverständnis erwuchs die Gründung des Eickhoff-Forums als einer Plattform für Kurse, Diskussionen und Aufführungen, die den Mitarbeitern ein Programm jenseits des Arbeitsalltags anbietet. Als Ort für die Veranstaltungen des Eickhoff-Forums sollte der in den von Paul Bonatz errichteten Werkshallen untergebrachte Betriebs-Kinosaal aus den 50er Jahren umgebaut werden.

Ursprünglich war der Kinosaal in der Werkhalle ein Raum im Raum. Durch den Umbau wurden alle Zwischenwände und Einbauten entfernt und die Bühnenwand abgebrochen, so dass ein neues Raumgefüge aus einer einzigen sich einwickelnden Wand entsteht. Diese Wand begleitet den Besucher vom Treppenaufgang durch das Foyer bis in den Saal und besteht aus einer horizontalen Schichtung unterschiedlicher Materialien.

Ein kontinuierliches Lichtband, die Weiterführung der historischen Holzvertäfelung, sowie eine Wandbespannung aus einem metallisch schimmernden Textil geben dem ehemals statischen Raumgefüge eine dynamische Wirkung. Durch den Einbau eines Fensterbandes erhält der Saal zudem einen neuen Bezug zum Aussenraum. Alte und neue Materialien gehen nahtlos ineinander über. Was den neuen Kinosaal vom Alten unterscheidet, ist die Verwandlung eines introvertierten in einen offenen Raum.



