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Small Chapel in Fahrland, Germany

Transformation of a Sacred Space 

 

Knebel & von Wedemeyer Architekten BDA, (2007) 

 

 

fahrland site

 

Auf dem Friedhof in Fahrland steht ein kleines Haus. Es hat eine Tür, zwei Fenster und eine schöne Mauerwerksornamentik. Zur Zeit wird es für Aussegnungsfeiern genutzt, doch ist es für diese Zwecke eigentlich zu klein und soll nun vergrößert werden. 


fahrland axo

 

Aussegnungsfeiern wurde früher im Hause des Verstorbenen gefeiert. Von dort wurde der Sarg zum Friedhof geleitet. Heute besteht dieser Ablauf nicht mehr. Dennoch gibt es weiterhin das Bedürfnis, der Aussegnungsfeier einen häuslichen Charakter zu geben. Deshalb schlagen wir vor, dass der Tote im alten Haus aufgebahrt wird und im Erweiterungsbau Platz für die Gemeinde geschaffen wird.
 

fahrland axo 02

 

Der Anbau nimmt die Kubatur des archetypischen Hauses auf. Doch wird die Aussenmauer verlängert und das Dach modeliert. Dadurch entstehen vier unterschiedliche Räume, die im Gleichklang mit dem Ablauf der Aussegnungsfeier als Transformation von einer offenen zu einer introverierten Situation entwickelt werden. Der Hof ist ummauert und zur einen Hälfte himmelwärts geöffnet und zur anderen Hälfte überdacht. Hier kann die Trauergemeinde auf den Beginn der Feier warten, aber auch schon durch die großen Glastüren den Bahrwagen sehen. Der Sitzbereich der Gemeinde ist durch Mauer und Dach auf das alte Haus, in dem auch die Kränze und das Rednerpult stehen, bezogen.

 

fahland modell 01

 

 

Am Ende der Feier wird die große Tür geöffnet, Licht kommt hinein und die Prozession zum Grab setzt sich in Gang. Da es sich bei einer städtischen Aussegnungshalle nicht um einen sakralen Raum im kirchlichen Sinne handelt, ist es möglich Eingang und Ausgang zu trennen, und durch die "Altarwand" hindurch ins Freie zu gehen.

 

 

fahrland modell 02